IG Nord - für eine gerechte Luftfahrtpolitik
 

Massnahmen für besseren Lärmschutz: Ja, aber konsequent und ohne gleichzeitige Aufweichung!

Eglisau, 25.07.2018: Die IG-Nord begrüsst den Umstand, dass das BAZL endlich Massnahmen gegen die regelmässige Überschreitung der zulässigen Fluglärmbelastung in der Nacht angeordnet hat. Das damit angestrebte Ziel, die Lärmbelastung «nicht weiter ansteigen» zu lassen, ist aber ungenügend. Vielmehr braucht es weitere griffige Massnahmen für eine effektive Reduktion der Lärmbelastung der Bevölkerung auf ein zulässiges und erträgliches Niveau. Kritisch sieht die IG-Nord in diesem Zusammenhang die geplante Überprüfung des zulässigen Lärmniveaus.

Für die IG-Nord geht der heutige Entscheid des BAZL insgesamt zu wenig weit: «Wir fordern weiterhin wirksame Massnahmen, welche die heute unzulässig hohe Lärmbelastung auch in der ersten Nachtstunde ab 22 Uhr auf ein für die Bevölkerung erträgliches Niveau reduzieren», sagt Hanspeter Lienhart, Präsident der IG-Nord. Dazu gehören griffige Lärmgebühren und die konsequente Einhaltung der Nachtflugsperre.

Gemäss heutigem Entscheid des BAZL dürfen die demnächst in Betrieb genommenen Schnellabrollwege ab Piste 28 nicht für Kapazitätssteigerungen verwendet werden. Die Anzahl Slots soll auf dem heutigen Stand bleiben. Diese klare Vorgabe ist ein wichtiges Signal und wird begrüsst – sie geht aber zu wenig weit. Die Reduktion der verspäteten Abflüge nach 23 Uhr, ist ein Minimalziel, griffige Massnahmen für die Reduktion der Lärmbelastung in der ersten Nachtstunde (22-23 Uhr) auf ein zulässiges Niveau fehlen weiterhin. «Die Plafonierung der Lärmbelastung auf dem heutigen, untragbaren Zustand ist für die Bevölkerung im Norden des Flughafens kein Gewinn», sagt Hanspeter Lienhart, Präsident der IG-Nord.

Der gleichzeitigen Ankündigung des BAZL, die zulässige Lärmbelastung in der Nacht allenfalls anzupassen, steht die IG-Nord äusserst kritisch gegenüber. Es ist zu befürchten, dass die heute unzulässige Situation legitimiert wird und der Lärmschutz weiter aufgeweicht wird. Die IG-Nord wird sich weiterhin dezidiert für den Schutz der Bevölkerung einsetzen und eine Erhöhung der Lärmbelastung bekämpfen.

Medienmitteilung als PDF

Artikel twittern
Artikel teilen
Seite weiterempfehlen
 
2018
IG-Nord erhebt Einsprache gegen die Änderung des Betriebsreglements und Ausweitung des Fluglärms

Medienmitteilung vom 3. Oktober 2018

Die IG-Nord erhebt Einsprache gegen drei Gesuche der Flughafen Zürich AG (FZAG). Im Zentrum der Beschwerden stehen die Forderungen nach einer gemeindeverträglichen Flughafenentwicklung und einer effektiven Berücksichtigung der Mitwirkungsmöglichkeiten der betroffenen Gemeinden und ihrer Bevölkerung. Die geplante Ausweitung der von Fluglärm betroffenen Gebiete im Norden des Flughafens und zusätzliche Erleichterungen werden entschieden zurückgewiesen.

2018
Massnahmen für besseren Lärmschutz: Ja, aber konsequent und ohne gleichzeitige Aufweichung!

Medienmitteilung vom 25. Juli 2018

Die IG-Nord begrüsst den Umstand, dass das BAZL endlich Massnahmen gegen die regelmässige Überschreitung der zulässigen Fluglärmbelastung in der Nacht angeordnet hat. Das damit angestrebte Ziel, die Lärmbelastung «nicht weiter ansteigen» zu lassen, ist aber ungenügend. Vielmehr braucht es weitere griffige Massnahmen für eine effektive Reduktion der Lärmbelastung der Bevölkerung auf ein zulässiges und erträgliches Niveau. Kritisch sieht die IG-Nord in diesem Zusammenhang die geplante Überprüfung des zulässigen Lärmniveaus.

2018
Flughafen Zürich treibt Lärmkanalisierung im Norden ungebremst voran

Medienmitteilung vom 17. Mai 2018

Mit der heute vom BAZL erteilten Teilgenehmigung für das Betriebsreglement 2014 der Flughafen Zürich AG wird der Fluglärm spätabends verstärkt im Norden kanalisiert. Die Belastung der Bevölkerung wird künftig durch noch mehr Starts von schweren Maschinen nach Norden und tiefere Flugrouten gerade in den lärmsensiblen Nachtstunden spürbar zunehmen.

 

IG-Nord
Fluglärm fair verteilen!

c/o Gemeinde Höri | Wehntalerstrasse 46 | Postfach 53 | 8181 Höri

Telefon +41 44 872 77 19 | Fax +41 44 872 77 29 | info at ignord.ch