IG Nord - für eine gerechte Luftfahrtpolitik
 

Medienmitteilung der IG-Nord vom 3.12.2012

ZFI-Monitoringwert hebt zum dritten Mal ab

Bülach, 03.12.2012: Der ZFI steigt und steigt. Gemäss dem Zürcher Regierungsrat wurden 2011 durchschnittlich 53'704 Personen pro Tag stark vom Fluglärm belästigt. Das sind 6 Prozent mehr als 2010, und bereits damals wurde der vom Regierungsrat festgelegte ZFI-Richtwert um 4‘000 Personen überschritten. Die von der Regierung vorgestellten Massnahmen haben die erhoffte Wirkung verfehlt.

Der heute vom Zürcher Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker vorgestellte ZFI-Bericht ist ernüchternd. Der ZFI-Richtwert von maximal 47‘000 Personen wurde erneut übertroffen. Die Fluglärmbelastung hat sich im Vergleich zur Vorperiode sogar um 6 Prozent verstärkt.

Der Bericht zeigt auf, dass der Anstieg des ZFI einerseits mit dem Bevölkerungswachstum, andererseits aber auch mit der höheren Anzahl Flugbewegungen zusammenhängt. Ausserdem macht er deutlich, dass die vom Regierungsrat präsentierten Massnahmen die Fluglärmbelastung bisher noch nicht reduzieren konnten. Darüber hinaus bestehen auch im Zusammenhang mit dem zwischen der Schweiz und Deutschland ausgehandelten Staatsvertrag Unsicherheiten, welche die Bevölkerung rund um den Flughafen noch zusätzlich belasten könnten.

Mehr Fluglärm ist nicht zumutbar. Die IG-Nord fordert daher, dass der Flughafen auf kapazitätsfördernde Massnahmen wie Pistenverlängerungen verzichtet und die Flugbewegungen in den Nachtstunden weiter reduziert.

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