IG Nord - für eine gerechte Luftfahrtpolitik
 

Die Forderungen der IG-Nord

Solidarische Verteilung von Fluglärm.

Vom Flughafen Zürich-Kloten profitiert die gesamte Bevölkerung. Das heisst aber auch, dass alle solidarisch die Belastungen durch den Fluglärm tragen sollen.

Die Verteilung der Flugbewegungen auf den Norden, den Süden, den Westen und den Osten hängt direkt mit dem Gerechtigkeitsverständnis einer solidarischen Schweiz zusammen.

Keine Verstärkung der Nordausrichtung.

Seit Jahrzehnten müssen die Gemeinden im Norden des Flughafens jährlich über hunderttausend Landungen und Starts ertragen.

Die IG-Nord wehrt sich gegen eine Intensivierung der Nordausrichtung. Es kann nicht sein, dass unserer Region immer stärker die Hauptlast des Fluglärms aufgebürdet wird.

Konsequente Einhaltung des Nachtflugverbots.

Zwischen 23.00 Uhr – mit der Möglichkeit des Verspätungsabbaus bis 23.30 Uhr – und 6.00 Uhr ist per Gesetz ein Nachtflugverbot verhängt, das jedoch zu wenig konsequent eingehalten wird.

Die IG-Nord wehrt sich gegen eine Durchlöcherung der Nachtflugsperre. Der Flughafen und die Fluggesellschaften haben die Ruhebedürfnisse der Bevölkerung zu respektieren. 

Max. 320'000 Flugbewegungen pro Jahr.

Zürich-Kloten hat sich als Hub im internationalen Luftverkehr etabliert. Ein rein quantitatives Wachstum bringt der Wirtschaft, den umliegenden Gemeinden und der Bevölkerung keinen Mehrwert. 320'000 Flugbewegungen pro Jahr sind für Zürich-Kloten genug. Heute verzeichnet der Flughafen jährlich ca. 270'000 Starts und Landungen. Damit verfügt der Flughafen über grosszügige Wachstumsreserven, die für einen langen Zeitraum genügen.

Kein Ausbau des Pistensystems.

Die IG-Nord lehnt zusammen mit dem Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen Zürich, der IG West und der Region Ost den Ausbau der Pistensysteme des Flughafens Zürich-Kloten ab. Durch die geplante Pistenverlängerung gegen Norden und Westen würde das Zürcher Unterland zusammen mit den Gebieten im Osten und Westen des Flughafens und in den Kantonen Aargau, Schaffhausen und Thurgau übermässig stark belastet.

Der Bau einer Parallelpiste ist nicht zuletzt dank den Bemühungen der IG-Nord kein Thema mehr. Sie setzt sich weiterhin dafür ein, dass das so bleibt.

Sicherung der Siedlungsentwicklung.

Die IG-Nord setzt sich zusammen mit den Anrainergemeinden des Flughafens dafür ein, dass vernünftige Lösungen bezüglich der Siedlungsentwicklung für die Gemeinden rund um den Flughafen realisiert werden können. Die Auswirkungen des Fluglärms dürfen den Entwicklungsspielraum der Gemeinden nicht in ein zu enges Korsett zwängen.

Die IG-Nord verlangt, dass die Wohnqualität um den Flughafen mit einer Verschärfung des Schallschutzes an Bauten gesteigert und somit die Einschränkungen für das Wohnen gelockert werden können. 

 
2017
SIL-Objektblatt plant an den Interessen des Nordens vorbei

Medienmitteilung vom 23. August 2017

Der Bundesrat hat heute die zweite SIL-Etappe für den Flughafen Zürich ohne wesentliche Korrekturen genehmigt. Damit macht er erneut klar, dass die Interessen der Regionen im Norden des Flughafens unberücksichtigt bleiben. Entgegen wiederholter Kritik der IG-Nord und der Bevölkerung im Norden wird an den sowohl sicherheitstechnisch als auch betrieblich unnötigen Pistenverlängerungen festgehalten. Gleichzeitig bleiben die zum Verspätungsabbau geeigneten Südstarts geradeaus auf Ausnahmefälle beschränkt.

2017
Beurteilungsbericht Lärmbelastung um den Flughafen Zürich: IG-Nord fordert endlich Taten statt Worte

Medienmitteilung vom 4. August 2017

Die IG-Nord hat bereits mehrmals darauf hingewiesen, dass die Überschreitung der zugelassenen Lärmwerte ein Problem darstellt, das gelöst werden muss. In seinem Bericht «Nachweis der Lärmbelastung» beschreibt der Flughafen Zürich lediglich das längst bekannte Problem. Die IG-Nord begrüsst es, dass das BAZL den Bericht kritisiert und endlich Massnahmen zur Einhaltung der Lärmgrenzwerte fordert.

2017
Fluglärmorganisationen rund um den Flughafen Zürich: Es herrscht Einigkeit

Medienmitteilung vom 15. Mai 2017

Die Fluglärmorganisationen rund um den Flughafen Zürich sind sich, trotz regional unterschiedlicher Interessen, in folgenden Forderungen einig:

1. Nachtruhe einhalten!

2. Lenkungswirksame Lärmgebühren erheben!

3. Lärm reduzieren, bis er wieder im bewilligten Rahmen ist!

 

IG-Nord
Fluglärm fair verteilen!

c/o Gemeinde Höri | Wehntalerstrasse 46 | Postfach 53 | 8181 Höri

Telefon +41 44 872 77 19 | Fax +41 44 872 77 29 | info at ignord.ch