IG Nord - für eine gerechte Luftfahrtpolitik
 

Fluglärm-Index

Der Monitoringwert ZFI weist die Zahl der vom Fluglärm am Tag stark belästigter und in der Nacht im Schlaf stark gestörter Personen aus. Der Regierungsrat legte mit 47‘000 Personen einen Richtwert fest, welcher nicht überschritten werden soll. Bei einer Überschreitung muss er Massnahmen aufzeigen, mit welchen der Richtwert wieder eingehalten werden kann. Gemäss Bericht zum ZFI für das Jahr 2011 sind aber bereits 53‘704 Personen vom Fluglärm stark betroffen. Der Richtwert ist bereits mehrmals deutlich überschritten worden!

Mehr Fluglärm ist unzumutbar!

Der jährlich ausgewiesene Monitoringwert stieg bisher Jahr für Jahr an und es konnten noch keine geeigneten Massnahmen realisiert werden, um zukünftig den Richtwert von 47‘000 Personen einhalten zu können. Deshalb steht für die IG-Nord fest: Mehr Fluglärm ist nicht mehr zumutbar!

Nachtflugverbot muss eingehalten werden

Seit dem Juli 2010 gilt am Flughafen Zürich eine auf sieben Stunden verlängerte Nachtsperrordnung. Diese gilt ab 23 Uhr, mit der Zulassung von Verspätungsabbau bis 23.30 Uhr, und dauert bis 6 Uhr. Trotzdem ist die Anzahl der in der Nacht gestörten Personen gegenüber früher angestiegen. Die IG-Nord fordert deshalb die konsequente Einhaltung des Nachtflugverbotes. Dieses darf nicht zunehmend mit Ausnahmebewilligungen durchlöchert werden.

Leisere Flugzeuge ja, aber nicht mehr Flugbewegungen

Die IG-Nord begrüsst die Erneuerung der Kurzstreckenflotte der SWISS ab 2014 durch neue Flugzeuge mit deutlich leiseren Triebwerken, weil dies zu einer Lärmentlastung der Bevölkerung führt. Diese darf nicht mit einer Erhöhung der Flugbewegungen kompensiert werden.

Förderprogramm „Wohnqualität Flughafenregion“ wird begrüsst

Mit der Revision der ZFI-Verordnung werden Fördermassnahmen im Bereich der Wohnqualität konkretisiert. Die IG-Nord begrüsst es, dass raumplanerische Massnahmen auf regionaler und kommunaler Ebene, welche durch den Betrieb des Flughafens Zürich ausgelöst werden, jetzt finanziell durch den Kanton unterstützt werden. Profitieren werden davon auch Hauseigentümer durch finanzielle Unterstützung für Schallschutzmassnahmen bei erneuerten oder ersetzten Wohnbauten. Diese Fördermassnahmen sind zu verstärken!

Artikel twittern
Artikel teilen
Seite weiterempfehlen
 
2017
SIL-Objektblatt plant an den Interessen des Nordens vorbei

Medienmitteilung vom 23. August 2017

Der Bundesrat hat heute die zweite SIL-Etappe für den Flughafen Zürich ohne wesentliche Korrekturen genehmigt. Damit macht er erneut klar, dass die Interessen der Regionen im Norden des Flughafens unberücksichtigt bleiben. Entgegen wiederholter Kritik der IG-Nord und der Bevölkerung im Norden wird an den sowohl sicherheitstechnisch als auch betrieblich unnötigen Pistenverlängerungen festgehalten. Gleichzeitig bleiben die zum Verspätungsabbau geeigneten Südstarts geradeaus auf Ausnahmefälle beschränkt.

2017
Beurteilungsbericht Lärmbelastung um den Flughafen Zürich: IG-Nord fordert endlich Taten statt Worte

Medienmitteilung vom 4. August 2017

Die IG-Nord hat bereits mehrmals darauf hingewiesen, dass die Überschreitung der zugelassenen Lärmwerte ein Problem darstellt, das gelöst werden muss. In seinem Bericht «Nachweis der Lärmbelastung» beschreibt der Flughafen Zürich lediglich das längst bekannte Problem. Die IG-Nord begrüsst es, dass das BAZL den Bericht kritisiert und endlich Massnahmen zur Einhaltung der Lärmgrenzwerte fordert.

2017
Fluglärmorganisationen rund um den Flughafen Zürich: Es herrscht Einigkeit

Medienmitteilung vom 15. Mai 2017

Die Fluglärmorganisationen rund um den Flughafen Zürich sind sich, trotz regional unterschiedlicher Interessen, in folgenden Forderungen einig:

1. Nachtruhe einhalten!

2. Lenkungswirksame Lärmgebühren erheben!

3. Lärm reduzieren, bis er wieder im bewilligten Rahmen ist!

 

IG-Nord
Fluglärm fair verteilen!

c/o Gemeinde Höri | Wehntalerstrasse 46 | Postfach 53 | 8181 Höri

Telefon +41 44 872 77 19 | Fax +41 44 872 77 29 | info at ignord.ch