IG Nord - für eine gerechte Luftfahrtpolitik
 

Flughafen Zürich treibt Lärmkanalisierung im Norden ungebremst voran

Eglisau, 17.05.2018: Mit der heute vom BAZL erteilten Teilgenehmigung für das Betriebsreglement 2014 der Flughafen Zürich AG wird der Fluglärm spätabends verstärkt im Norden kanalisiert. Die Belastung der Bevölkerung wird künftig durch noch mehr Starts von schweren Maschinen nach Norden und tiefere Flugrouten gerade in den lärmsensiblen Nachtstunden spürbar zunehmen.

Die Anpassungen im Betriebsreglement 2014 gehen vollumfänglich auf Kosten der Gemeinden im Norden des Flughafens. Neu werden zusätzliche Starts von schweren Flugzeugen am späten Abend von der Piste 32 die Bevölkerung beeinträchtigen. Erschwerend kommt hinzu, dass diese bereits auf tiefer Flughöhe über die nördlichen Gebiete abbiegen werden, was zu einer grossflächigen Mehrbelastung durch Fluglärm führen wird. Damit wird die ohnehin schon ausgeprägte Nordausrichtung zusätzlich akzentuiert.

Die IG-Nord steht Massnahmen zum Verspätungsabbau grundsätzlich positiv gegenüber. «Wir wehren uns aber dagegen, dass erneut dem Norden die ganze Last aufgezwungen wird», sagt Hanspeter Lienhart, Präsident der IG-Nord. Die Gemeinden im Norden verlangen eine solidarische und gerechte Verteilung des Fluglärms und kritisieren, dass das Betriebsreglement 2014 ganz offensichtlich die politische Forderung zur Entlastung des Südens aufnimmt.

Die IG-Nord wird sich mit allen zu Verfügung stehenden Mitteln gegen die anhaltende Intensivierung der Nordbelastung wehren und prüft einen Weiterzug des Entscheids des BAZL an das Bundesverwaltungsgericht.

Medienmitteilung als PDF

Artikel twittern
Artikel teilen
Seite weiterempfehlen
 
2018
IG-Nord erhebt Einsprache gegen die Änderung des Betriebsreglements und Ausweitung des Fluglärms

Medienmitteilung vom 3. Oktober 2018

Die IG-Nord erhebt Einsprache gegen drei Gesuche der Flughafen Zürich AG (FZAG). Im Zentrum der Beschwerden stehen die Forderungen nach einer gemeindeverträglichen Flughafenentwicklung und einer effektiven Berücksichtigung der Mitwirkungsmöglichkeiten der betroffenen Gemeinden und ihrer Bevölkerung. Die geplante Ausweitung der von Fluglärm betroffenen Gebiete im Norden des Flughafens und zusätzliche Erleichterungen werden entschieden zurückgewiesen.

2018
Massnahmen für besseren Lärmschutz: Ja, aber konsequent und ohne gleichzeitige Aufweichung!

Medienmitteilung vom 25. Juli 2018

Die IG-Nord begrüsst den Umstand, dass das BAZL endlich Massnahmen gegen die regelmässige Überschreitung der zulässigen Fluglärmbelastung in der Nacht angeordnet hat. Das damit angestrebte Ziel, die Lärmbelastung «nicht weiter ansteigen» zu lassen, ist aber ungenügend. Vielmehr braucht es weitere griffige Massnahmen für eine effektive Reduktion der Lärmbelastung der Bevölkerung auf ein zulässiges und erträgliches Niveau. Kritisch sieht die IG-Nord in diesem Zusammenhang die geplante Überprüfung des zulässigen Lärmniveaus.

2018
Flughafen Zürich treibt Lärmkanalisierung im Norden ungebremst voran

Medienmitteilung vom 17. Mai 2018

Mit der heute vom BAZL erteilten Teilgenehmigung für das Betriebsreglement 2014 der Flughafen Zürich AG wird der Fluglärm spätabends verstärkt im Norden kanalisiert. Die Belastung der Bevölkerung wird künftig durch noch mehr Starts von schweren Maschinen nach Norden und tiefere Flugrouten gerade in den lärmsensiblen Nachtstunden spürbar zunehmen.

 

IG-Nord
Fluglärm fair verteilen!

c/o Gemeinde Höri | Wehntalerstrasse 46 | Postfach 53 | 8181 Höri

Telefon +41 44 872 77 19 | Fax +41 44 872 77 29 | info at ignord.ch